Schuhe

Meine treuen Salomon Speedcross 4 GTX in 47 1/3 stellten sich am ersten Tag bei 35 Grad und nach über 30 Kilometern dann doch als etwas zu klein für meine geschwollenen Füße heraus, welche unter Wehklagen mit Blasen an den Zeigezehen antworteten.


Nach einem Jahr Alltag und einer Woche Asphalt, Schotter, Geröll und Fels ist das Profil stellenweise schon arg runter. Der Gripp ist aufgrund der Gummimischung allerdings noch gut.
Am Pausentag in Innsbruck habe ich mir jetzt im Sommerschlussverkauf ein Paar Salomon XA Elevate in Größe 48 gekauft. In diesem Größenbereich darf man bei der Farbe nicht mehr wählerisch sein. Ist aber noch OK, hätt schriller enden können.





Sie sind etwas leichter als die Speedcross und ohne Goretex. Dadurch sind sie deutlich atmungsaktiver und trocknen schneller. Man bekommt allerdings auch schneller nasse Füße. Mal schauen was besser ist. Ich rechne ja mit mehr Sonnen- als Regentagen.

Für Schotterpassagen habe ich noch Gamaschen („Trailgaiters“) dabei, die den Schuh nach oben hin wie eine Neoprensocke abdichten. Beim Abstieg im Geröllfeld vom Schlauchkarsattel hatte ich damit keinerlei Steinchen im Schuh.


Für vereiste Passagen könnte ich mir noch meine „Spider Grivel“ / Grödel umschnallen.
Sie sind mit 185 Gramm deutlich leichter als die Metall-Zacken-Ketten, ersetzen aber natürlich keine Steigeisen (mit den endprechend steigeisenfesten Schuhen).
Der Anwendungsbereich wird demnach eher schmal ausfallen.



Kommentare

  1. ...kein festeres Schuhwerk im Geröll? Umknicken usw.?

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  2. Die klassische Frage nach dem Schuhwerk, die ich mir im Vorfeld auch gestellt habe. Danke dafür. Dazu kann ich sagen, daß ich nicht zum Umknicken neige. Das ist bei Jedem anders und knöchelhohe Schuhe können da bestimmt unterstützen. Wenn ich umknicke, dann weil ich während des Laufens nach der Landschaft geschaut habe und eine Bodenunebenheit oder ein Sternchen übersehen habe. Das ist etwas, was man sich ziemlich schnell abgewöhnt. Insgesamt muss man mit so leichten Schuhen konzentrierter und umsichtiger laufen. Der Laufstil unterscheidet sich gravierend. Ich könnte jetzt Analogien aus der Tierwelt anführen...
    Nicht zuletzt Edmund Hillary hat festgestellt, daß 100 Gramm an den Füßen 500 Gramm auf dem Rücken entsprechen.
    Wenn man im Extremfall mal annimmt, daß die schweren Wanderstiefel 825g pro Schuh wiegen, dann sind das 500g mehr als die Salomons (lässt sich so schön einfach rechnen). Das eine Kilo mehr an den Füßen entspricht also 5kg mehr auf dem Rücken. Angenommen, man macht pro Tag 10000 Schritte (ich bin mir sicher, es sind mehr) und diese 500g Mehrgewicht 10000 mal 10cm anhebt, kommen pro Tag 5 Tonnen zusammen, die ich zusätzlich 10cm anhebe. Das sind dann in 30 Tagen 150 Tonnen, die ich den Trailrunnern weniger heben muss.
    Ich brauche weniger Pausen, bin schneller, oder bei gleicher Geschwindigkeit ausgeruhter. Das sind, auch in Anbetracht der Gewitterwahrscheinlichkeit am Nachmittag, Sicherheitsfeatures, die die Gefahr des Umknickens oder von Knöchelverletzungen mMn. zumindest aufwiegen. Wie gesagt, ich neige nicht zum Umknicken und mein Rucksack wiegt nur ca. 5,6kg.

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    1. Im Schnee oder im Geröll, besonders beim Abstieg von der Birkkarspitze haben sich die elastische Gamaschen bewährt.

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